Malta Steuern: Auf dem Papier ist Malta alles andere als eine Steueroase. Der Spitzensatz der Einkommensteuer liegt bei 35 Prozent, die Körperschaftsteuer ebenfalls bei 35 Prozent, dazu kommt eine Mehrwertsteuer von 18 Prozent. Trotzdem zahlen internationale Unternehmer hier effektiv 5 Prozent auf ihre Gewinne und Investoren oft gar nichts auf ihre Kapitalerträge.
Der Grund sind zwei Regelungen, die es sonst nirgends in der EU in dieser Kombination gibt: das Erstattungssystem, das Gesellschaftern sechs Siebtel der gezahlten Körperschaftsteuer zurückgibt, und der Non-Dom-Status mit Remittance-Basis, bei dem Auslandseinkommen nur besteuert wird, wenn du es tatsächlich nach Malta holst. Beides ist legal, seit Jahrzehnten etabliert und wird von der EU-Kommission geduldet.
Nachfolgend alles, was du 2026 zum Thema Malta Steuern wissen musst: alle Steuerarten mit aktuellen Sätzen, wie Non-Dom und Remittance-Basis funktionieren, wie das 6/7-Erstattungssystem in der Praxis abläuft, was die Sonderprogramme kosten, für wen sich Malta lohnt und was das deutsche Finanzamt dazu sagt. Alle Zahlen sind mit Quellen belegt, die du am Ende des Artikels findest.
Vorab: Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ersetzt keine Steuerberatung. Malta funktioniert nur mit echtem Wohnsitz und echter Substanz, nicht als Briefkastenlösung.
Malta Steuern im Überblick
Steuerart
Satz
Anmerkung
Einkommensteuer
0 bis 35 %
progressiv, Freibetrag 12.000 € (Ledige, Stand 2026)
Körperschaftsteuer
35 % nominal, effektiv 5 %
nach 6/7-Erstattung an die Gesellschafter
Dividenden aus maltesischer Ltd
0 %
Vollanrechnungssystem, die Steuer ist auf Gesellschaftsebene abgegolten
Ausländische Dividenden und Zinsen
0 % bzw. progressiv
steuerfrei, solange nicht nach Malta überwiesen
Kapitalgewinne aus dem Ausland
0 %
auch bei Überweisung nach Malta steuerfrei
Maltesische Immobilie
8 %
Property Transfer Tax auf den Verkaufspreis, abgeltend
Krypto
0 % oder bis 35 %
privat steuerfrei, gewerblicher Handel als Geschäftseinkommen
Mehrwertsteuer
18 %
ermäßigt 12, 7 und 5 % für bestimmte Leistungen
Sozialabgaben
10 % (Klasse 1), 15 % (Klasse 2)
Arbeitnehmer gedeckelt bei rund 58 € pro Woche
Vermögen-, Erbschaft-, Schenkungsteuer
keine
bei Erbimmobilien 5 % Stempelsteuer
Grundsteuer
keine
weder auf selbst genutzte noch auf vermietete Immobilien
Alle Angaben Stand September 2026, Quellen 1 bis 6. Die Sätze für Ehepaare und Eltern findest du im nächsten Abschnitt.
Einkommensteuer
Malta besteuert Privatpersonen progressiv und kennt drei Berechnungsarten: Ledige, Verheiratete und Eltern. Mit dem Haushalt 2026 wurden die Freibeträge deutlich angehoben, das war die größte Steuerreform seit Jahren (Quellen 1 und 2).
Einkommen pro Jahr
Ledige
Verheiratete
Eltern
0 %
bis 12.000 €
bis 15.500 €
bis 13.000 €
15 %
12.001 bis 16.000 €
15.501 bis 23.000 €
13.001 bis 17.500 €
25 %
16.001 bis 60.000 €
23.001 bis 60.000 €
17.501 bis 60.000 €
35 %
ab 60.001 €
ab 60.001 €
ab 60.001 €
Familien mit Kindern profitieren zusätzlich: Wer ein Kind unter 18 Jahren betreut (oder unter 23 in Ausbildung), zahlt 2026 bis 17.500 Euro keine Steuer, mit zwei oder mehr Kindern bis 22.500 Euro. Bis 2028 steigen diese Grenzen schrittweise auf 22.500 beziehungsweise 37.000 Euro (RSM).
Wichtig: Diese Sätze gelten für Einkommen, das in Malta steuerpflichtig ist. Für Non-Doms ist das nur der maltesische Teil plus das, was tatsächlich nach Malta fließt.
Non-Dom und Remittance-Basis
Der maltesische Steuervorteil für Privatpersonen hängt an einem Begriff aus dem britischen Recht: dem Domizil. Wer nach Malta zieht, wird dort steuerlich ansässig (resident), erwirbt aber kein Domizil. Das Domizil folgt der Herkunft und ändert sich nur, wenn du dauerhaft und endgültig in Malta bleiben willst. Als Resident Non-Domiciled wirst du auf drei Arten besteuert:
Maltesisches Einkommen: voll steuerpflichtig mit 0 bis 35 Prozent.
Ausländisches Einkommen: nur steuerpflichtig, wenn du es nach Malta überweist (Remittance-Basis). Was auf deinem Konto in Deutschland, der Schweiz oder Singapur bleibt, ist in Malta steuerfrei.
Ausländische Kapitalgewinne: immer steuerfrei, selbst wenn du sie nach Malta holst. Das ist der Punkt, der Malta für Investoren und Trader interessant macht (Malta Tax).
Die Mindeststeuer von 5.000 Euro
Damit Non-Doms nicht komplett steuerfrei leben, gibt es seit 2018 eine Mindeststeuer: Wer nicht überwiesenes Auslandseinkommen von mindestens 35.000 Euro im Jahr hat, zahlt mindestens 5.000 Euro Steuer in Malta. Bei Ehepaaren zählt das gemeinsame Auslandseinkommen, die 5.000 Euro gelten für das Paar zusammen. Die Mindeststeuer wird um bereits gezahlte maltesische Steuer gemindert, und wer im Ausland Quellensteuer gezahlt hat, kann diese unter Bedingungen anrechnen (Malta Tax).
Klarstellung, weil es oft falsch dargestellt wird: 35.000 Euro ist die Einkommensschwelle, nicht die Steuer. Die Steuer beträgt 5.000 Euro.
In der Praxis
Ein Investor mit 300.000 Euro Dividenden und Kursgewinnen aus einem Depot in der Schweiz, der 60.000 Euro für den Lebensunterhalt nach Malta überweist, zahlt auf die Kapitalgewinne nichts und auf die überwiesenen Dividenden den progressiven Satz. Wer sauber trennt und Kapitalgewinne überweist statt Dividenden, landet bei der Mindeststeuer von 5.000 Euro. Diese Trennung braucht getrennte Konten und saubere Dokumentation, sonst unterstellt die Finanzverwaltung eine Vermischung.
Körperschaftsteuer und 6/7-Erstattung
Eine maltesische Limited zahlt zunächst 35 Prozent Körperschaftsteuer. Malta hat aber ein Vollanrechnungssystem: Wenn die Gesellschaft den Gewinn an ihre Gesellschafter ausschüttet, können diese eine Erstattung der auf Gesellschaftsebene gezahlten Steuer beantragen (PwC).
Art des Gewinns
Erstattung
Effektive Steuer
Handels- und Dienstleistungsgewinne
6/7
5 %
Passive Zinsen und Lizenzen
5/7
10 %
Gewinne mit Doppelbesteuerungsentlastung
2/3
je nach Fall
Beteiligungserträge (Participation Exemption)
100 %
0 %
Der Haken: Cashflow
Die Erstattung erfolgt nicht automatisch, sondern nach Ausschüttung und Antrag. In der Praxis dauert es von der Zahlung der 35 Prozent bis zur Rückerstattung mehrere Monate, gesetzlich sind 14 Tage nach dem Fälligkeitstag der Steuererklärung vorgesehen. Wer knapp kalkuliert, muss das einplanen. Alternativ gibt es die Fiscal Unit: Seit 2019 kann eine Gruppe mit Muttergesellschaft steuerlich als Einheit veranlagt werden und zahlt direkt die effektiven 5 Prozent, ohne Vorfinanzierung (Malta1).
Geschäftsführergehalt und Substanz
Wer die Gesellschaft aus Malta führt, muss sich ein angemessenes Geschäftsführergehalt auszahlen, das normal mit bis zu 35 Prozent besteuert wird. Die Höhe muss glaubwürdig zum Gewinn passen. Dazu braucht die Gesellschaft echte Substanz in Malta: Büro, lokale Geschäftsführung, Entscheidungen vor Ort. Eine reine Briefkastenfirma hält weder der maltesischen noch der deutschen Prüfung stand.
Neu seit 2025: 15 Prozent
Malta hat mit den Final Income Tax Without Imputation Regulations eine Alternative eingeführt: Gesellschaften können freiwillig 15 Prozent zahlen, ohne Erstattungsverfahren, mit einer Bindung von fünf Jahren (PwC). Das ist vor allem für Konzerne relevant, die unter die globale Mindeststeuer von 15 Prozent fallen, also ab 750 Millionen Euro Umsatz. Für den typischen Mittelständler bleibt das 6/7-System günstiger.
Kapitalerträge und Krypto
Bei Kapitalerträgen und Krypto entscheidet in Malta nicht der Gewinn, sondern die Quelle und die Art der Tätigkeit. Beides wird oft verwechselt.
Kapitalgewinne
Ausländische Kapitalgewinne sind für Non-Doms in Malta steuerfrei, auch bei Überweisung. Innerhalb Maltas gilt: Der Verkauf einer maltesischen Immobilie kostet in der Regel 8 Prozent Property Transfer Tax auf den Verkaufspreis, abgeltend und unabhängig vom Gewinn. Gewinne aus dem Verkauf maltesischer Wertpapiere oder Gesellschaftsanteile unterliegen der normalen Einkommensteuer, Anteile an börsennotierten Gesellschaften sind ausgenommen (PwC).
Krypto
Hier wird oft zu viel versprochen. Die Finanzverwaltung unterscheidet seit den Richtlinien von 2018 nach der Art der Tätigkeit: Coins, die als langfristige Wertaufbewahrung gehalten werden, gelten als bewegliches Vermögen und lösen keine Kapitalertragsteuer aus. Häufiger, volumenstarker Handel gilt dagegen als Geschäftstätigkeit und wird als Einkommen mit bis zu 35 Prozent besteuert. Maßgeblich sind Handelsfrequenz, Volumen, Haltedauer und ob der Handel deine Haupteinnahmequelle ist (Malta Tax). Wer täglich tradet, sollte nicht mit 0 Prozent rechnen.
Weitere Steuern und Abgaben
Mehrwertsteuer: Der Regelsatz liegt bei 18 Prozent. Ermäßigt gelten 12 Prozent auf bestimmte Dienstleistungen, 7 Prozent auf Beherbergung und Sportstätten sowie 5 Prozent auf Bücher, medizinisches Zubehör und kulturelle Veranstaltungen (Malta Tax).
Sozialabgaben: Angestellte zahlen 10 Prozent des Bruttolohns, der Arbeitgeber denselben Betrag, gedeckelt bei rund 58 Euro pro Woche. Selbstständige zahlen als Klasse 2 rund 15 Prozent des Nettoeinkommens, ebenfalls gedeckelt (Social Security Malta).
Keine Erbschaft- und Schenkungsteuer: Malta erhebt weder Erbschaft- noch Schenkungsteuer. Beim Übergang einer Immobilie im Erbfall fallen 5 Prozent Stempelsteuer an, für den überlebenden Ehepartner und für Kinder beim Hauptwohnsitz gibt es Ausnahmen (PwC).
Keine Vermögen- und Grundsteuer: Weder auf Vermögen noch auf Immobilienbesitz erhebt Malta laufende Steuern. Beim Kauf fällt Stempelsteuer von in der Regel 5 Prozent an.
Sonderprogramme
Neben dem regulären Non-Dom-Status bietet Malta Programme mit einem festen Satz von 15 Prozent auf nach Malta überwiesenes Auslandseinkommen.
Global Residence Programme (GRP): für Nicht-EU-Bürger, 15 Prozent auf überwiesenes Auslandseinkommen, Mindeststeuer 15.000 Euro pro Jahr für den Antragsteller und seine Angehörigen. Voraussetzung ist eine Immobilie ab 275.000 Euro Kaufpreis (220.000 Euro in Gozo und im Süden) oder eine Miete ab 9.600 Euro im Jahr (8.750 Euro in Gozo und im Süden). Es gibt keine Mindestaufenthaltsdauer, aber du darfst dich in keinem anderen Land länger als 183 Tage aufhalten (CSB Group).
Residence Programme: dasselbe Modell für EU-, EWR- und Schweizer Bürger.
Malta Retirement Programme: für Rentner, deren Pension nach Malta überwiesen wird, ebenfalls 15 Prozent mit eigener Mindeststeuer.
Malta Permanent Residence Programme (MPRP): Aufenthaltsrecht durch Investition, seit der Reform 2025 mit staatlichen Beiträgen von rund 99.000 Euro plus Immobilie ab 375.000 Euro Kaufpreis oder 14.000 Euro Jahresmiete. Das MPRP ist ein Aufenthalts-, kein Steuerprogramm, die Besteuerung folgt den normalen Non-Dom-Regeln (CC Malta).
Für EU-Bürger, die ohnehin nach Malta ziehen und dort wohnen, ist der reguläre Non-Dom-Status meist günstiger als das Programm mit 15.000 Euro Mindeststeuer.
Für wen geeignet
Malta ist kein Modell für jeden. Entscheidend sind die Höhe deines Gewinns, die Quelle deines Einkommens und die Bereitschaft, echte Substanz aufzubauen.
Malta lohnt sich für
Unternehmer mit internationalen Kunden, die bereit sind, echte Substanz aufzubauen. Effektiv 5 Prozent Körperschaftsteuer ist der niedrigste reguläre Satz in der EU.
Investoren und Trader mit ausländischen Depots. Kapitalgewinne bleiben steuerfrei, auch bei Überweisung nach Malta. In Kombination mit der Mindeststeuer von 5.000 Euro ergibt das eine sehr niedrige effektive Belastung.
Vermögende mit passivem Einkommen, die ihre Erträge im Ausland belassen und nur den Lebensunterhalt überweisen.
Familien, die in der EU bleiben wollen: Englisch als Amtssprache, Schengen, gute Flugverbindungen und seit 2026 hohe Freibeträge für Eltern.
Malta lohnt sich nicht für
Angestellte mit maltesischem Gehalt. Dieses Einkommen wird voll besteuert, bis zu 35 Prozent, dazu Sozialabgaben. Die Gehälter liegen unter dem deutschen Niveau.
Wer in Deutschland wohnen bleibt. Ohne echten Wegzug bringt eine maltesische Gesellschaft keinen Vorteil, sondern Ärger. Dazu unten mehr.
Kleine Unternehmen unter etwa 100.000 Euro Gewinn. Buchhaltung, Wirtschaftsprüfung, Substanz und Beratung kosten in Malta schnell 10.000 bis 20.000 Euro im Jahr, die Ersparnis rechnet sich erst darüber.
Wer 0 Prozent will. Dafür sind die Emirate oder Länder mit Territorialbesteuerung wie Paraguay die bessere Wahl.
Besteuerung in Deutschland
Der maltesische Vorteil entsteht erst mit dem Wegzug. Wer in Deutschland gemeldet bleibt und nur eine Ltd in Malta gründet, hat den Ort der Geschäftsleitung nach § 10 AO weiterhin in Deutschland und damit eine unbeschränkt steuerpflichtige Gesellschaft. Drei Punkte solltest du vor dem Umzug klären:
Wegzugsteuer: Bei Beteiligungen ab 1 Prozent an einer Kapitalgesellschaft greift § 6 AStG, der fiktive Veräußerungsgewinn wird sofort fällig, auf Antrag in sieben Jahresraten. Details im Artikel Wegzugsbesteuerung.
Hinzurechnungsbesteuerung: Eine maltesische Gesellschaft mit effektiv 5 Prozent liegt unter der Niedrigsteuergrenze von 15 Prozent nach § 8 AStG. Solange du in Deutschland steuerpflichtig bist und passive Einkünfte erzielst, rechnet Deutschland dir die Gewinne zu (Gesetze im Internet).
Doppelbesteuerungsabkommen: Das Abkommen von 2001 in der Fassung des Protokolls von 2010 sieht für Deutschland grundsätzlich die Freistellungsmethode vor, für bestimmte Einkünfte aber die Anrechnung. Die deutsche gesetzliche Rente darf Deutschland weiter besteuern (Rentnerbesteuerung). Zusätzlich gilt: Einkünfte, die wegen der Remittance-Basis in Malta nicht besteuert werden, kann Deutschland unter Umständen besteuern.
Die Reihenfolge ist entscheidend: erst Struktur planen, dann abmelden, dann gründen. Wie die Abmeldung aus Deutschland abläuft, erklären wir separat.
Steuerrechner
Mit dem folgenden Rechner schätzt du deine Belastung als Non-Dom in Malta, auf Basis der aktuellen Sätze für Einkommen, Unternehmensgewinn, Dividenden, Krypto und Kapitalgewinne.
Global Setup · Malta
Non-Dom Steuerrechner
Schaetze deine Steuerlast als nicht-domizilierter Steuerresident in Malta - auf Basis der Remittance-Basis und der aktuellen maltesischen Steuergesetze.
01
Einkommen
0% / 15% / 0-35%
€
02
Unternehmensgewinn
5% / 10% / 35%
€
Malta: 35% nominal, durch die Aktionaers-Erstattung effektiv 5% (Handel) bzw. 10% (passiv). Lokale Dividende daraus ist durch die Vollanrechnung bereits abgegolten (0% unten).
03
Dividenden
0% / remittance
€
€
Lokale Dividenden: 0% durch Vollanrechnung (Steuer bereits auf Unternehmensebene). Auslaendische Dividenden: steuerfrei solange nicht nach Malta remittiert; bei Remittierung progressiv (bzw. 15% unter GRP).
04
Krypto-Gewinne
0% / 35%
€
Krypto (Coins) gilt als bewegliches Vermoegen und unterliegt fuer Privatanleger keiner Kapitalertragsteuer. Gewerblicher / haeufiger Handel wird als Geschaeftseinkommen besteuert.
05
Kapitalgewinne
0% / 8% / 35%
€
Auslaendische Kapitalgewinne sind in Malta steuerfrei - auch bei Remittierung. Maltesische Immobilie: 8% Property Transfer Tax auf den Transferwert (final).
Effektiver Steuersatz
0,0%
Netto behalten€0
0%17,5%35%
Einkommensteuerprogressiv 0-35%€0
SozialversicherungKlasse 1 · 10% (gedeckelt)€0
Koerperschaftsteuereffektiv 5%€0
Steuer auf lokale Dividenden0% · Vollanrechnung€0
Steuer auf intl. Dividenden0% · nicht remittiert€0
Hinweis: Unverbindliche Schaetzung auf Basis der aktuellen maltesischen Steuergesetze (Steuerjahr 2026, Single-Saetze)
(Non-Dom Remittance-Basis: 0% auf nicht remittierte Auslandseinkuenfte, auslaendische Kapitalgewinne stets steuerfrei;
Einkommensteuer 0-35%; Koerperschaftsteuer 35% nominal / effektiv 5% via 6/7-Erstattung; lokale Dividenden 0% durch Vollanrechnung;
Mindeststeuer 5.000 € bei Auslandseinkommen ab 35.000 € bzw. 15.000 € unter GRP; Krypto privat 0%; maltesische Immobilie 8% PTT). Diese Berechnung ersetzt
keine individuelle Steuerberatung. Familien-/Ehe-Saetze, Remittance-Planung, Sozialversicherung, DBA-Anrechnung sowie
Sonderfaelle sind nicht oder nur vereinfacht abgebildet. Fuer eine verbindliche Einschaetzung buche bitte eine Beratung.
Alternativen: Zypern, Dubai, Paraguay
Zypern ist der direkte Konkurrent: 15 Prozent Körperschaftsteuer ohne Erstattungsverfahren, Non-Dom mit steuerfreien Dividenden für 17 Jahre und Steuerresidenz schon nach 60 Tagen. Malta gewinnt bei der effektiven Körperschaftsteuer (5 statt 15 Prozent) und bei ausländischen Kapitalgewinnen, Zypern gewinnt bei Einfachheit, Cashflow und laufenden Kosten. Dubai bietet 0 Prozent Einkommensteuer und 9 Prozent Körperschaftsteuer, liegt aber außerhalb der EU. Paraguay ist am günstigsten, dafür weit weg und ohne EU-Zugang. Eine Übersicht aller Optionen findest du in unserem Artikel zu den Steueroasen.
Unsere Faustregel: Ab etwa 500.000 Euro Gewinn und mit der Bereitschaft, Substanz aufzubauen, ist Malta rechnerisch die stärkste EU-Lösung. Darunter ist Zypern in der Regel praktikabler.
FAQ
Nachfolgend die Fragen, die uns zum maltesischen Steuersystem am häufigsten gestellt werden.
Privatpersonen zahlen progressiv 0 bis 35 Prozent, für Ledige sind die ersten 12.000 Euro steuerfrei. Als Non-Dom wird nur maltesisches Einkommen und nach Malta überwiesenes Auslandseinkommen besteuert, mit einer Mindeststeuer von 5.000 Euro ab 35.000 Euro Auslandseinkommen. Unternehmen zahlen effektiv 5 Prozent.
Malta hat hohe Nominalsätze und niedrige Effektivsätze. Es ist ein EU-Mitglied mit vollem Informationsaustausch, Substanzanforderungen und Wirtschaftsprüfungspflicht, also kein klassisches Steuerparadies, aber der niedrigste effektive Unternehmenssteuersatz in der EU.
Wer in Malta wohnt, aber sein Domizil im Herkunftsland behält, zahlt Steuern nur auf maltesisches Einkommen und auf Auslandseinkommen, das nach Malta überwiesen wird. Ausländische Kapitalgewinne bleiben immer steuerfrei. Der Status ist zeitlich nicht befristet.
Die Gesellschaft zahlt 35 Prozent Körperschaftsteuer. Nach der Ausschüttung erhalten die Gesellschafter sechs Siebtel davon zurück, womit effektiv 5 Prozent verbleiben. Bei passiven Einkünften und Lizenzen sind es fünf Siebtel, also effektiv 10 Prozent.
5.000 Euro pro Jahr, wenn dein nicht nach Malta überwiesenes Auslandseinkommen mindestens 35.000 Euro beträgt. Bei Ehepaaren gilt das gemeinsame Einkommen und der gemeinsame Betrag.
Langfristig gehaltene Coins gelten als bewegliches Vermögen und sind steuerfrei. Häufiger Handel wird als Geschäftseinkommen mit bis zu 35 Prozent besteuert. Entscheidend sind Frequenz, Volumen, Haltedauer und ob der Handel deine Haupteinnahmequelle ist.
Ausländische Kapitalgewinne sind für Non-Doms steuerfrei, auch wenn du sie nach Malta überweist. Gewinne aus maltesischen Wertpapieren können steuerpflichtig sein, börsennotierte Anteile sind ausgenommen.
Der Regelsatz beträgt 18 Prozent, ermäßigt gelten 12, 7 und 5 Prozent, etwa für Beherbergung, Bücher und medizinisches Zubehör.
Nein. Malta erhebt weder Erbschaft- noch Schenkungsteuer. Beim Übergang einer Immobilie fallen 5 Prozent Stempelsteuer an, mit Ausnahmen für Ehepartner und Kinder beim Hauptwohnsitz.
Ja. Der Non-Dom-Status setzt einen echten Wohnsitz voraus, in der Regel mit Aufenthalt von mehr als 183 Tagen. Beim Global Residence Programme gibt es keine Mindestaufenthaltsdauer, dafür darfst du in keinem anderen Land mehr als 183 Tage verbringen.
Rechne mit 10.000 bis 20.000 Euro im Jahr für Buchhaltung, Wirtschaftsprüfung, Registered Office, Direktoren und Steuerberatung. Deshalb lohnt sich die Struktur erst ab einem sechsstelligen Gewinn.
Zusammenfassung
Malta hat 2026 das attraktivste reguläre Steuersystem der EU, aber nicht das einfachste. Effektiv 5 Prozent auf Unternehmensgewinne, steuerfreie ausländische Kapitalgewinne, keine Vermögen-, Erbschaft- und Grundsteuer und für Non-Doms eine planbare Mindeststeuer von 5.000 Euro. Der Preis dafür sind Substanzanforderungen, ein Erstattungsverfahren mit Vorfinanzierung und laufende Kosten, die erst ab einem gewissen Gewinn tragbar sind.
Wer die Struktur sauber aufsetzt, mit echtem Wohnsitz, getrennten Konten für die Remittance-Planung und einem geklärten Wegzug aus Deutschland, zahlt in der EU nirgends weniger. Wenn du wissen willst, ob Malta oder eher Zypern zu deiner Situation passt, buche ein Erstgespräch, wir rechnen beide Varianten für dich durch.
Quellen
PwC Worldwide Tax Summaries, Malta: Individual Taxes on personal income (Steuersätze 2026 für Ledige, Verheiratete und Eltern, Non-Dom, Mindeststeuer): taxsummaries.pwc.com
Malta Budget 2026: neue Steuerklassen für Eltern und Ehepaare, Freibeträge bis 2028, RSM Malta und KPMG: rsm.global, kpmg.com
Malta Tax and Customs Administration, Besteuerung von Privatpersonen, sowie Trident Trust zum Non-Dom-Regime (Remittance-Basis, Mindeststeuer 5.000 € ab 35.000 € Auslandseinkommen): mtca.gov.mt, tridenttrust.com
PwC Worldwide Tax Summaries, Malta: Corporate Taxes on corporate income (35 Prozent, FITWI-Option mit 15 Prozent ab 2025): taxsummaries.pwc.com
PwC Worldwide Tax Summaries, Malta: Individual Other taxes (Property Transfer Tax 8 Prozent, keine Erbschaft- und Vermögensteuer, Stempelsteuer): taxsummaries.pwc.com
Commissioner for Revenue, Guidelines on the Income Tax Treatment of transactions involving DLT assets (2018), Einordnung von langfristigem Halten und gewerblichem Handel: mtca.gov.mt, Zusammenfassung: globalcitizensolutions.com
Malta Tax and Customs Administration, VAT Rates (18 Prozent Regelsatz, ermäßigte Sätze): mtca.gov.mt
Global Residence Programme 2026: 15 Prozent auf remittiertes Auslandseinkommen, Mindeststeuer 15.000 €, Immobilienvoraussetzungen: csbgroup.com, ccmalta.com
Malta Permanent Residence Programme (MPRP) 2026, Kosten und Voraussetzungen nach der Reform 2025: ccmalta.com
Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Malta vom 8. März 2001 in der Fassung des Protokolls vom 17. Juni 2010, Art. 18 (Ruhegehälter) und Art. 23 (Vermeidung der Doppelbesteuerung): rentnerbesteuerung.eu, doppelbesteuerung.eu
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Clemens KohlbacherGründer & Geschäftsführer, Global Setup
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